Jan 01

Baldram war sichtlich stolz auf sich, die Aufgabe im Industriegebiet hatte er ohne Probleme erledigt. Er hatte Glück das er die gebrauchten Informationen direkt vor Ort bekommen konnte und nicht noch einen weiteren Umweg vor sich hatte. Das Problem an seinen unterfangen war jetzt allerdings, dass er ziemlich viele Orte absuchen musste um sich seinen Lohn für die letzten Jahre zu holen. Es würde wohl Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern um alles abzuarbeiten, wäre er damals etwas schlauer gewesen, hätte er die Suche wohl jetzt etwas abkürzen können, aber damals war er in einer Stress Situation und dabei klar zu denken ist nun einmal etwas schwieriger. Was Baldram aber am meisten ärgerte war, dass seine Mission auch scheitern könnte, denn zwischen damals und heute sind schon so viele Jahre verlangen und wer garantiert ihn, dass das Objekt der Begierde überhaupt noch existent war? Aber Baldram war entschlossen genug um wenigstens zu versuchen an seinen Lohn zu kommen, sollte es am Ende nicht gelingen, dann hätte er eben Pech gehabt. Dann hätten aber auch die anderen nicht die Chance ihn diesen Lohn wegzunehmen und das erfüllte ihn gleich noch mehr mit Stolz.

Jetzt wollte er aber erst einmal seine Tochter und seine Ex-Frau wiedersehen. Er hatte heute schon mit ihr Telefoniert und sie hatte ihn sofort zugesagt, dass er seine Tochter und sie besuchen dürfte. Allerdings nicht in ihrer neuen Wohnung, dass wollte sie nicht und so haben sie sich in einen Cafe in der City verabredet. Baldram war erstaunt das es dieses Cafe noch gab, war es doch damals schon richtig runter gekommen und total ungepflegt. Ob es noch die selbe Besitzerin hatte? Oder ob nur der Name geblieben ist und der Rest total neu war?

Baldram sah schon von weiten das dieses Cafe nichts mehr mit dem alten zu tun hatte. Von außen sah es richtig Schmuck aus, die Farben waren frisch und leuchtend, das Namensschild war erneuert und anziehend. Und auch im inneren des Cafes hatte sich alles geändert, der Tresen war aus schönen Holz, der Tische ebenso, genauso wie die Stühle. Alles war aufeinander abgestimmt und alles war sauber, nicht so wie früher.

Das Menü war natürlich auch stark verändert. Es gab jetzt mehr Auswahl an Kuchen und auch über die Kaffeespezialitäten konnte man schnell den Überblick verlieren. Damals gab es noch gar nicht so viele Sorten, jedenfalls nicht in dieser Stadt.

Seine Tochter und seine Ex-Frau erkannte er sofort als diese die Straße herunter kamen. Er überlegte wie alt seine Tochter jetzt ist, 14 könnte sie jetzt sein, älter auf keinen Fall, vielleicht noch etwas jünger, aber das Mädchen was da auf ihn zu kam sah älter aus, eigentlich glich sie eher einer Frau als einen Mädchen. Aber egal, es ist seine Tochter und er freut sich auf das wiedersehen mit ihr, hatte er sie doch so lange nicht sehen können. Nur über Briefe konnten sie die gesamte Zeit den Kontakt halten und das haben sie ausgiebig gemacht. Ob er die Zeit ohne diese Briefe überstanden hätte?

Baldram erinnerte sich an den ersten Brief den er bekommen hatte. Damals war es ein Bild welches seine Tochter für ihn gezeichnet hatte. Dieses Bild hing bis zum Schluss bei ihm an der Wand. Später kamen zu den Bildern auch die ersten Sätze hinzu und dann waren es nur noch Sätze und keine Bilder mehr. Er konnte seine Tochter zwar nicht im realen Leben wachsen sehen, aber in seiner Vorstellung und mit jedem Brief den er von ihr bekommen hat, wuchs das kleine Mädchen, aber nicht zu einer Frau, sondern zu einen großen Mädchen, zu einer Jugendlichen.

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Dez 28

Warum muss das Leben eigentlich immer so stressig sein? Eigentlich wollte ich heute im Büro mal ein wenige Papierkram abarbeiten, welcher sich in den letzten Wochen angesammelt hatte und dann, dann werde ich gleich am Morgen in das Büro eines Waschtisch-Herstellers gerufen, in welches eingebrochen wurden ist. Als Wigand am Tatort eintraf war nicht wirklich viel los, die Streifenpolizisten vor Ort befragen die Büromitarbeiter und Mitarbeiterinnen und die Spurensicherung ging auch schon ihrer Arbeit nach. Wigand ließ sich von einen der Streifenpolizisten über das, was bisher herausgefunden wurde, informieren. Er erfuhr das weder das Bargeld, welches im Büro als Handkasse aufbewahrt wird, noch andere Wertgegenstände gestohlen wurden. Was allerdings gestohlen wurde waren Kundenkarteien von Kunden, die hier vor ungefähr acht Jahren einen Waschtisch gekauft hatten. Das sei aber kein großer Schaden, denn damals war das Unternehmen gerade im Aufbau und es gab noch nicht so viele Kunden die in diesen Unternehmen eingekauft haben. Außerdem bestehe für diese Daten auch eine elektronische Sicherung und somit sei der Schaden eigentlich gar kein Schaden, da sei das kaputte Schloss schon viel teurer.Wigand wusste nicht so recht was ihn diese Information bringen sollte, was macht jemand mit einer acht Jahre alten Kundenkartei, die wahrscheinlich in großen Teilen schon veraltet war und die deshalb eigentlich keinen Nutzen haben könnte. Er überlegte ob er sich an etwas erinnern könnte, was vor acht Jahren passiert ist und was diesen Fall in einen anderen Licht erscheinen lassen würde, aber vor acht Jahren ist eigentlich nicht viel passiert. Es gab nur diesen einen großen Fall hier in der Stadt vor acht Jahren und dieser war lange aufgeklärt, der Täter lange hinter Gittern und dort sollte er auch noch zwei Jahre sein, wenn er sich richtig an das damalige Urteil erinnern konnte. Um aber alle Aspekte zu beleuchten wollte er sich die Akten von den damaligen Fall noch einmal anschauen. Wenn Wigand eines gelernt hat in seinen Leben, dann ist es das, dass man seinen ersten Gedanken, seiner ersten Idee immer eine Chance geben sollte. Er rief also seine Kollegin im Büro an und fragte sie, ob sie die Akte schon einmal aus dem Archiv holen könnte. Er würde in einer halben Stunde wieder da sein und wenn er heute denn noch ein wenig Papierkram schaffen wollte, dann sollte er sich im Büro ziemlich schnell um diese Akte kümmern können. Weitere Ermittlungen in diesen Fall könnte er eh erst vornehmen, wenn er die Ergebnisse der Spurensicherung hätte. Überhaupt fragte er sich, wieso er sich mit diesen Fall beschäftigen müsse, ob dies wohl die Rache von seinem Vorgesetzten war, welchen er in seinem letzten Fall doch ein wenig bloßgestellt hatte.
Wigand war aber viel zu ehrgeizig als das er diesen Fall auf die leichte Schulter nehmen und ihn weniger Beachtung schenken würde, als seinen anderen Fällen. Er hat bisher jeden Fall gelöst und auch dieses Delikt wird er aufklären, auch wenn der Täter wahrscheinlich nur eine Bewährungsstrafe zu erwarten hätte.
Wigand stieg in sein Auto, startete den Motor, legte sich seinen Gurt um und fuhr los, im Büro würde er erst einmal einen Kaffee trinken und dann sofort die Akte von diesen Fall anschauen.

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Dez 27

Vor einigen Jahren war ich schon einmal hier. Damals kurz nachdem ich den größten Fehler meines Lebens gemacht habe. Es sieht hier inzwischen so ziemlich anders aus, die Fabrik ist nicht mehr hier, aber das Unternehmen, soviel habe ich inzwischen raus bekommen, existiert noch.

Eigentlich war es damals eine gute Idee hier her zu kommen, aber ich habe glaube ich doch einen Fehler gemacht, der mich jetzt, so viele Jahre danach, noch sehr viel Zeit und Geduld kosten wird um an mein Ziel zu kommen. Das muss jetzt noch erreicht werden, für meinen Fehler habe ich bezahlt und nun wird es Zeit das ich wieder nach vorne schaue und mein Leben wieder genieße, aber bis ich das kann, ist noch einiges zu tun.

Baldram stand vor dem verlassen Gelände, einige Mauern erinnern noch an die alte Fabrik die hier einmal stand. In dieser Fabrik, so erinnert sich Baldram, wurden Waschtische produziert. Waschtische aus irgendeinen Material, welches ihn bisher nicht bekannt war, welches damals aber ausgezeichnet war und ihn sehr gut geholfen hat. Leider hat er damals nicht an die Folgen gedacht, die sein Handeln und sein Entschluss mit sich bringen sollten. Aber Baldram wäre nicht Baldram wenn ihn das jetzt aus der Bahn werfen würde. Baldram zweifelt zwar an vielen, aber nicht an seinen eigenen Entschlüssen. Außerdem ist er hartnäckig genug um sein Ziel zu erreichen und die letzten Jahre haben seinen Körper gestärkt und belastbar gemacht, sodass alles was er jetzt vorhat nur lächerlich auf ihn wirkt.

Seinen nächsten Schritt hat er sich auch schon überlegt und diesen galt es jetzt umzusetzen. Baldram drehte sich um und ging zum nächsten Bus. Sein erster Akt als er in die Stadt gekommen ist war, eine Monatskarte zu kaufen. Das Geld dafür hatte er aus einer Erbschaft, an die er die letzten Jahre nicht ran konnte und auch nicht wollte. Jetzt brachte ihn das aber Vorteile einiges an Geld zu haben, für seine Pläne kann das nur zum Vorteil sein.

Er setzte sich in den nächsten Bus, der nach fünf Minuten warten auch kam und fuhr in das neue Industriegebiet, welches in den letzten Jahren entstanden ist.

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Dez 26

In den nächsten Wochen und Monaten werde ich hier einen Waschtisch-Krimi veröffentlichen. Da ich ihn immer nebenbei schreibe, habt ihr sogar Möglichkeiten mit einzugreifen indem ihr Fragen zu den Personen oder der Handlung in den Kommentaren verfasst. Ich weis schon wie die Geschichte in den Grundzügen aufgebaut werden soll, die Handlung habe ich mir auch schon überlegt, ich habe auch schon die ersten Orte und die ersten Personen und in nächster Zukunft wird hier dann das erste Kapitel des Waschtischs-Krimis online gehen. Ich hoffe ihr habt dann genauso viel Spaß damit wie ich und Kommentiert richtig schön viel ;-)

Lasst euch überraschen und freut euch auf den Krimi ;-)

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